Realschüler werden pädagogisch optimal betreut
- Schulinspektion sah viele Stärken, aber auch „Entwicklungsbedarf“
An insgesamt vier Tagen hatte die St.-Ludgeri-Realschule Löningen mit den Regierungsschuldirektoren Wolfgang Wolter und Diedrich Mörking zwei Inspektoren vom Niedersächsischen Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung zu Gast. Zur Ermittlung des Qualitätsprofils einer Schule dient ein aufwändiges Verfahren, in dem zwei Schulinspektoren zunächst alle schulrelevanten Statistiken, Daten und Dokumente vorab lesen und analysieren. Beim Besuch in der Schule wird dann umfänglich Akteneinsicht genommen. Außerdem werden die verschiedenen Gruppen der Schule, nämlich Schulleitung, Lehrkräfte, Schüler, Mitarbeiter und Eltern nach einem Standardverfahren getrennt voneinander befragt und die Gesprächsergebnisse anschließend abgeglichen. Es finden auch Zufallsbefragungen statt - beispielsweise mit Schülern auf dem Pausenhof und vor Schulbeginn oder nach Schulschluss sowie mit den Reinigungskräften während ihrer Arbeit. Schwerpunkt der Inspektion ist jedoch die Einsichtnahme in den Unterricht. So wurden an der Löninger Realschule alle Lehrkräfte und Klassen ohne Vorankündigung besucht und die daraus gewonnenen Erkenntnisse zur Bewertung der Unterrichtsqualität herangezogen. |
Am letzten Tag der Inspektion wurden der interessierten Schulöffentlichkeit die einzelnen Ergebnisse zurückgemeldet. Mit der Bestnote „stark“ bewerteten die beiden Inspektoren das pädagogische Klima. Das bescheinigt der Schule, in hervorragendem Maß eine unterstützende Arbeitsatmosphäre im Unterricht herzustellen. Das gleiche Urteil fällten sie für das anregungsreiche Schulleben sowie die Betreuung und Beratung der Schülerinnen und Schüler. Auch die Schulleitung erhielt für die Stärkung der Schulgemeinschaft und Sicherung der Qualitätsentwicklung die Bestnote. Nach dem vorläufigen Inspektionsbericht herrscht an der Schule eine gesicherte Unterrichtsqualität, wobei jedoch Abstriche bei der Förderung und Unterstützung eines aktiven Lernprozesses der Schülerinnen und Schüler gemacht wurden. Des Weiteren sahen die Inspektoren Verbesserungsbedarf in der Dokumentation der individuellen Lernentwicklung, die nicht nur die leistungsschwächeren Schülerinnen und Schüler, sondern alle umfassen sollte. Außerdem könne das vorhandene, umfangreiche Schulprogramm noch stärker auf zukünftige Ziele ausgerichtet werden. Angesichts der wenigen aufgezeigten Schwachpunkte gratulierte Regierungsschuldirektorin Silva Mörking der Schulgemeinschaft zu dem „tollen Ergebnis“: „Ich bin stolz auf Sie!“ Diesen Worten schloss sich Christian Rüve als Vertreter des Schulträgers, der Stadt Löningen, gern an. |