St. Liudger (* um 742 bei Utrecht; † 26. März 809 bei Billerbeck) war Missionar, Gründer des Klosters Werden sowie des Helmstedter Klosters St. Ludgeri, Werdener Klosterleiter und erster Bischof von Münster.
Liudger wurde am 30. März 805 vom Kölner Erzbischof Hildebold (787-818) zum ersten Bischof von Münster geweiht, das Bistum damit auf augenfällige Weise der Kölner Kirchenprovinz angegliedert. Die letzten Jahre vor seinem Tod hat der Bischof seinen Sprengel mehrfach bereist. Auf solch einer Reise ist Ludgerus am 26. März 809 in Billerbeck gestorben. Über dem Ort seines Sterbens erhebt sich heute die Propsteikirche St. Ludgerus, auch Ludgerus-Dom genannt. Nach seinem Tod in Billerbeck wurde der Leichnam in seine Bischofsstadt Münster überführt, dort wurde er aufgebahrt. Dem Wunsch Liudgers folgend brachte man ihn dann nach Werden, wo man ihn begrub (26. April 809).
Im Unterschied zur üblichen zwangsweisen Missionierung, teilweise mit Feuer und Schwert, die z.B. von Karl dem Großen erfolgreich angewandt wurde, war Liudgers Stil in der Missionierung ein friedlicher. Anders als die Herrschaftsgebiete, die von Karl dem Großen missioniert wurden, in denen es meist ausreichte, den herrschenden Fürsten zu überzeugen, missionierte Liudger im westlichen Sachsen (dem heutigen westlichen Westfalen). Durch Überzeugungsarbeit und Predigten vergrößerte er das christliche Territorium ohne Zwangsmittel anzuwenden.
Im Sinne des Namensgebers gründen Bildung und Erziehung an unserer Schule auf einem personalen, ganzheitlichen, in den religiösen und humanistischen Traditionen Europas verwurzelten Menschenbild.
