Aufführungen des White Horse Theatre
Nach dem großen Erfolg in den Vorjahren haben die Englischlehrer/innen der Realschule dem vielfachen Wunsch der Schülerinnen und Schüler entsprochen und das bekannte englische Tournee-Theater der White Horse Company erneut ins Forum eingeladen.
Am Mittwoch, 21. Dezember2011, führte die professionelle Schauspielgruppe für die Unter-, Mittel- und Oberstufe unserer Schule drei neue Theaterstücke in englischer Sprache und zwar
The Great Detective - für die Klassen 5 und 6 eine Parodie beliebter Kriminalgeschichten,
A Slap in the Face - für die Klassen 7 und 8 eine Komödie über jugendliche Heldenfantasien
Promised Land - für die Klassen 9 und 10 ein Drama um Streetgangs und Ausländerfeindlichleit.
MT-Bericht vom 24.12.2011
Beste Nachhilfe in Englisch
White Horse Theatre gastiert im Forum
Löningen(ro) Eine wahres Mammutprogramm bewältigte die vierköpfige Schauspielgruppe der White Horse Theatre Company bei ihrem Gastspiel im Löninger Forum, bei dem alle Schülerinnen und Schüler der St.-Ludgeri-Realschule einmal mehr die Chance bekamen, ihre erworbenen Englischkenntnisse beim Verfolgen des Bühnengeschehens zu testen und zu erweitern, ganz nach dem Motto „Learning English through theatre“.
Trotz anstrengenden Bühnenaufbaus in den frühen Morgenstunden zauberte das aus Wales, England, Schottland und den USA stammende, professionelle Schauspielerquartett, das sich erst im Spätsommer über ein Casting in London zusammenfand, drei niveauvolle und perfekt inszenierte Stücke auf die Bühne, in denen sie in viele verschiedene Rollen schlüpften und auch das Publikum immer wieder einbezogen und zum Mitmachen animierten. Die einzelnen Vorstellungen waren inhaltlich und sprachlich auf die jeweilige Schülergruppe abgestimmt, und wo der Wortschatz fehlte, ersetzten viel sagende Mimik und Gestik oder auch zahlreich eingesetzte Utensilien das Verständnis.
„Ich habe echt alles verstanden“, wunderte sich ein Fünftklässler am Ende von „The Great Detective“ über sich selbst, einer unterhaltsamen Crimestory mit einem gehörigen Schuss Parodie auf berühmte Krimihelden unserer Tage. Lady Swigwells Diamant-Halskette wird gestohlen und dann geschieht auch noch ein Mord. Ist der Butler der Mörder? Der berühmte Detektiv Smellsock Fomes ist wohl der einzige, der den Fall aufklären kann - doch er benötigt die Unterstützung der Zuschauer. Zum Gaudi der Jüngsten muss am Ende gar ein Englischlehrer die Verhaftung als Schwerkrimineller über sich ergehen lassen. Und für viele kommt der Schluss zu früh. „Das soll jetzt noch nicht zuende sein!“ fleht ein begeistert mitfiebernder Schüler seine Lehrerin an.
Mit „A Slap in the Face“ traf die Theatergruppe als nächstens voll den Nerv des Mittelstufenpublikums, das sich von der aktionsgeladenen, mit Slapstick-Einlagen und umwerfender Situationskomik gespickten Handlung bereitwillig mitreißen ließ, zumal sich mancher in vielen der dargestellten Situationen wieder zu erkennen schien: Sympathieträger Mathew Brown hat in der Schule Konzentrationsschwierigkeiten: Langweiliger Unterricht, Verliebtheit und eine übergroße Fantasie lassen ihn immer häufiger in angenehmere Tagträume entschweifen, bis ihn ein „Schlag ins Gesicht“ und die Aufforderung „alles über Lügen zu vergessen“ wieder dazu bringen, der Wirklichkeit ins Auge zu sehen und die Realität anzunehmen.Mit dem eher besinnlichen Drama „Promised Land“ kamen auch die Schülerinnen und Schüler der neunten und zehnten Klassen voll auf ihre Kosten.Hauptdarsteller Breon Arzell zog die Schüler schnell in seinen Bann. Nachdem sein Vater, der als Friedensaktivist im vom Bürgerkrieg zerrütteten Somalia auftrat, ermordet worden ist, flieht Ravi mit seiner Mutter nach England, das sich jedoch keineswegs als das „gelobte Land“ erweist. Mit Mobbing, Rassenhass und Ausgrenzung reagiert die Streetgang der Gough Street auf alle Versuche des Farbigen, in der neuen Umgebung akzeptiert zu werden. Nur langsam kann er eine Annäherung an einzelne Gangmitglieder beginnen, vollkommene Harmonie herrscht aber auch am Ende nicht.
Nach jeder Vorstellung erlebten die Schüler Schauspieler „zum Anfassen“. Geduldig beantworteten diese alle Fragen, wobei es gerade die Jüngsten waren, bei denen die Scheu vor der Fremdsprache am schnellsten verflog. Ein lang anhaltender Schlussapplaus belohnte die großartigen Leistungen der vier Bühnenakteure, die sich mit einem großen Kompliment von die Schülerschaft der Realschule verabschiedeten. „Ihr wart das beste, disziplinierteste und aufmerksamste Publikum auf unserer ganzen Tournee.“
Text: Franz-Josef Rolfes
Fotos: Rudolf Thomann
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