Deutsch – französischer Schüleraustausch
der St.Ludgeri RS Löningen mit den C.E.S. „La Bucaille“ und “Charcot“

Seit dem Schuljahr 1986/87 findet jährlich ein Schüleraustausch in Form eines Besuches und Gegenbesuches statt, der von Seiten der St.-Ludgeri-Schule seitdem hauptsächlich von Thea Saalfeld organisiert wird.
Er wird jeweils durchgeführt in der achten Jahrgangsklasse am Ende des Schuljahres. Die Dauer des jeweiligen Aufenthaltes beträgt in der Regel 10 bis 12 Tage . Die teilnehmende Schülerzahl weist meist eine Gruppenstärke zwischen 20 bis 30 Personen auf. Im Jahre 2004 gelang es, das Collège „Charcot“ in den Austausch einzubeziehen.
Exkursionen in Cherbourg und in der Normandie gehören zum regelmäßigen Programm.

Der eintägige Aufenthalt in Paris am Ende der Studienfahrt stellt immer einen abschließenden Höhepunkt dar.

Näheres zu diesem Austauschprogramm finden Sie >>hier<< [21 KB] .

Die Internetseite von Cherbourg finden Sie >>hier<<.

Bericht von Christin Meyering

Deutsch – französischer Schüleraustausch 2011

Nachdem wir unsere französischen Gäste bereits am 11.05. in Löningen begrüßt hatten und sie in den folgenden zehn Tagen näher kennen lernten, fuhren wir am 21.05. früh morgens gemeinsam nach Cherbourg, um dort direkt unseren Rücktausch zu gestalten. Insgesamt 19 Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen 7 und 8 nahmen am Austausch teil.
In Cherbourg angekommen, nahmen die Gastfamilien ihre Kinder und Gäste in Empfang. Nachdem sich alle am Sonntag in den Familien erholt hatten, trafen wir uns am Montag morgen im collège „La Bucaille“ wieder. Während die „corres“ in den Unterricht gingen, tauschten wir erste Erfahrungen aus über das Leben in Frankreich. Im Anschluss erkundeten wir bei einem Stadtrundgang die Hafenstadt Cherbourg und lernten bereits zwei der fünf Häfen kennen. Nach einem Mittagessen in der Schulkantine wurde der „Fort du Roule“, die höchste Stelle Cherbourgs, bestiegen. Zum Schluss konnten wir uns im Park des „Château des Ravelais“ erholen.
Am Dienstagvormittag hospitierten die Schüler für zwei Stunden im collège, bevor Frau Saalfeld uns auf den Spuren der Schmuggler die raue Westküste zeigte. Am Mittwoch widmeten wir uns dann der Ostküste und besuchten das kleine Hafenstädtchen Barfleur. Hier beschäftigten sich die Schüler mit der Schifffahrt und dem typisch normannischen Baustil, den „faitières“ (Dachreitern). Als nächstes wurde die Hafenstadt St Vaast la Hougue angefahren, die vor allem wegen ihrer Austernzucht bekannt ist.
Am Donnerstag brachen wir bereits sehr früh auf, um eines der Wahrzeichen der Normandie zu besichtigen: den Mont Saint Michel. Das auf einer Insel im Wattenmeer gelegene Kloster wurde bereits im 8. Jahrhundert gegründet. Nach einer Führung durch das Kloster hatten die Schüler Gelegenheit, beim Abstieg das Dorf zu erkunden, in dem heute ca. 40 Einwohner leben. Auf der Rückfahrt hielten wir in Lessay, um die dortige Kirche als Beispiel romanischer Baukunst zu bestaunen und uns anschließend am Strand von Carterel zu erholen.

Am Freitag morgen besuchten wir einen der ältesten Comics der Welt: Der „Wandteppich von Bayeux“ aus dem 11. Jahrhundert stellt die Eroberung Englands durch „Guillaume le Conquérant“ (Wilhelm den Eroberer) auf einer Länge von 70 Metern dar. Auf der Rückfahrt besuchten wir den amerikanischen Soldatenfriedhof „Omaha Beach“, auf dem rund 10.000 Soldaten beerdigt sind, die im Zweiten Weltkrieg als Alliierte in Frankreich landeten und „La Cambe“, den größten deutschen Soldatenfriedhof in der Normandie, auf dem rund 21.000 Soldaten bestattet wurden.
Das Wochenende wurde in den Gastfamilien in und um Cherbourg verbracht, wobei sowohl das Land, als auch das Wasser erkundet wurde.
Den letzten Tag in Cherbourg begannen wir mit dem Besuch des Museums „la Cité de la Mer“, zu dem uns das collège eingeladen hatte. In dem Museum wird die Gesichte des Meeres und der Schifffahrt beschrieben und die Tierwelt dargestellt. Außerdem ist ein französisches Atom-U-Boot ausgestellt, das besichtigt werden kann. Während der Audio-Führung erfuhren wir von der Kraft eines Atom-U-Bootes und dem Leben unter Wasser. Nach einem weiteren Mittag in der Schulkantine oder der Gastfamilie erkundeten wir abschließend Cherbourg vom Wasser aus bei einer Hafenrundfahrt, bevor wir am Abend in der Schule bei einem „pot d’ami“ offiziell verabschiedet wurden.
Am Dienstag verließen wir bereits um halb sieben Cherbourg und machten Mittags in Paris halt. Aus dem Bus ging es direkt aufs Schiff, um bei einer Fahrt auf der Seine die Stadt zu besichtigen. Anschließend ging es auf die Spitze des Eiffelturms, von wo aus wir die ganze Stadt bestaunen konnten. Nach einer kleinen Busrundfahrt spazierten wir zur Kathedrale „Notre Dame“, um dort die beeindruckende Westfassade zu betrachten. Gemeinsam ging es weiter in Richtung „Centre Pompidou“. Rund um das Gebäude hatten die Schüler Gelegenheit, letzte Souvenirs zu besorgen und sich für die Rückfahrt zu stärken. Gegen Abend machten wir uns auf die Rückfahrt und kamen am frühen Morgen des 1. Juni zurück nach Löningen.

Bericht von Jana Grüßing (8a)

Schüleraustausch mit dem College „La Bucaille“ aus Cherbourg in Frankreich und mit der Realschule in Löningen

Nachdem alle 24 Schülerinnen und Schüler der Realschule ihre französischen Austauschschüler bereits im März empfangen hatten, ging es am Sonntagmorgen, dem 10. Mai, um 6:00 Uhr los nach Cherbourg in Frankreich. Viele stiegen mit gemischten Gefühlen in den Bus.
Einige dachten, dass sie sich in Frankreich nicht verständigen könnten, aber das war dann doch nicht so schlimm. Unsere Gruppe kam aus den Klassen 7 und 8.
In Cherbourg wurden wir von unseren Austauschschülern und ihren Familien herzlich empfangen.
Am Montagmorgen nahmen unsere Austauschpartner uns zum College „La Bucaille“ mit, wo wir alle Teilnehmer wiedersahen. Schon jetzt gab es viel zu erzählen.

Danach machten wir einen Stadtrundgang, bei dem mir auffiel, dass die Stadt von Häfen eingerahmt wird. Anschließend besichtigten wir einen Park, den so genannten „Parc Liais“ von Emmanuel Liais.
Mittags aßen einige von uns in der Kantine. Bald darauf unternahmen wir eine sehr schaukelige Schifffahrt. Einigen wurde dabei auch schlecht, so dass wir die Erklärungen nicht wirklich verstehen konnten.
Am Dienstagmorgen stiegen wir bereits um 7:30 Uhr auf dem Place du Chantereyne in den Bus, der uns zum „Mont Saint Michel“ brachte. Wir besuchten zunächst das gewaltige Kloster und erfuhren seine Geschichte. Später durften wir dann in Gruppen das Dorf erkunden. Auf der Rückfahrt stoppten wir noch dreimal an ganz unterschiedlichen Stränden. So sahen wir Sulkifahrer und Muschelpfeiler.
In den Fischerdörfern Barfleur und St. Vaast-La Hougue konnten wir bei Ebbe riesige Austernbänke liegen sehen.
Am Donnerstag ist Markttag und wir bewältigten eine Rallye mit vielfältigen Aufgaben.
Am Freitag besichtigten wir den „Teppich von Bayeux“. Dieser Teppich ist 70 Meter lang. Seit nahezu 1000 Jahren beschreibt er auf einer riesigen Wollstickerei, welche all die Jahrhunderte überdauert hat, die Eroberung Englands durch Wilhelm, Herzog der Normandie. Wie eine Bildergeschichte versetzte uns dieser Teppich zurück ins hohe Mittelalter, mitten zwischen Wikingerboote und normannische Kavalleristen.

Danach atten wir Freizeit und durften uns in Bayeux umschauen. Am Nachmittag besichtigten wir noch die Kathedrale von Bayeux, da dort der Teppich ursprünglich hing.

Den Samstag und Sonntag verbrachten wir in den Familien und hatten dabei viel Spaß. Am Montagvormittag fuhren mit dem Bus als erstes zu einer Käsefabrik, da in der Normandie viel Milchwirtschaft betrieben wird. Danach suchten wir eine Karamellfabrik auf. Jetzt weiß ich, wie viel Zucker Karamell enthält.
Am Nachmittag waren wir am „Pointe du Hoc“, eine hohe, vorspringende Klippe der Calvadosküste in der Normandie. Hier landeten die alliierten Streitkräfte, um Europa von Hitlers Herrschaft zu befreien. Fast 10000 Gedenkkreuze erinnern an die gefallenen amerikanischen Soldaten. Auf dem deutschen Soldatenfriedhof erschreckte uns, dass viele Soldaten so jung waren.
Am Dienstag wanderten wir 5,5 Kilometer von „Lande Mer“ bis zur Bucht „Quervier“. Der Wanderweg ging an einer Steilküste am Meer entlang. An der Bucht angekommen, waren wir fix und fertig, aber der tolle Blick auf das Meer hat uns dafür entschädigt.
Am Abend mussten wir dann unsere Koffer packen, denn am nächsten Tag ging es nach Paris. Auf den Tag hatten sich alle gefreut.
Die Fahrt nach Paris dauerte 5 Stunden. Gegen 11:30 Uhr kamen wir endlich in Paris an. Zu Beginn machten wir eine Rundfahrt auf der Seine. Danach gingen wir zum Eiffelturm und fuhren mit einem Lift hoch. Der Eiffelturm ist 324 Meter hoch. Dort oben ist der Ausblick einfach nur toll. Wir konnten ganz Paris sehen.
Anschließend machten wir eine Stadtrundfahrt im Bus am Arc de Triomphe vorbei, über die Champs-Élysées zum Place de la Concorde, die Seine entlang bis zu Notre-Dame. Diese Kathedrale besichtigten wir auch, um dann unsere Paristour zu Fuß fortzusetzen.
Später durften wir in Gruppen durch Paris schlendern und konnten Straßenhändler vor dem Centre Pompidou bestaunen.
In der Nacht fuhren wir zurück nach Löningen. Hier wurden wir schon sehnsüchtig von unseren Familien erwartet.
Alles in allem war dies ein sehr gelungener Schüleraustausch. Für die ausgezeichnete Organisation und Betreuung bedanken wir uns ganz herzlich bei unseren Lehrerinnen Thea Saalfeld und Annika Morhaus.

Bericht: Jana Grüßing (Klasse 8 a)

Mai 2009

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Besuch der französischen Gäste 2009

Bericht in der MT im April 2009

Französische Schüler testen deutsche Kroketten


Im März waren 24 französische Schüler im Rahmen eines Schüleraustausches nach Löningen gekommen. Diese traditionelle Begegnung, die seit Jahrzehnten zwischen der Schule in Cherbourg und der St.-Ludgeri-Realschule stattfindet, erhielt in diesem Jahr zum ersten Mal im Programmablauf einen besonderen wirtschaftskundlichen Aspekt: Obwohl normalerweise keine Besichtigungen für private Besuchergruppen stattfinden, machte Fa. Schne-frost für die jungen französischen Besucher eine Ausnahme und gestattete eine Betriebserkundung. Produktionsleiter Heiner Stindt führte die französische Schülergruppe durch die riesigen Produktionshallen. Besonders beeindruckend waren für die Gäste einige Daten: So werden pro Tag bis zu 600 Tonnen Kartoffeln verarbeitet,36 000 Reibekuchen pro Stunde produziert, etwa 170 verschiedene Produkte können auf dem europäischen Markt angeboten werden. Überraschend für die Franzosen war die Tatsache, dass Frankreich für die Firma Schne-frost zu den größten Abnehmerländern Europas gehört. -So lag es auf der Hand, Pommes und Kroketten, die für die französische Küche bestimmt waren, zu testen. - Nach der fast 2-stündigen Erkundungstour bedankten sich sowohl die französischen Begleitpersonen Mme Andre und Mme Thiebot als auch die Realschullehrerin Thea Saalfeld beim Firmenchef Ernst-Rainer Schnetkamp dafür, dass junge Franzosen einen kleinen Einblick in einen modernen deutschen Produktionsbetrieb gewinnen konnten.

(Fotos und Bericht: R. Bögershausen)

Während der Betriebserkundung testen junge Franzosen deutsche Markenprodukte.
Die Erlebnisse am außerschulischen Lernort wurden mit einem Abschlussfoto abgerundet.

Presseartikel in der MT vom 24.5.08

Seit fast einer Woche hat die St.-Ludgeri-Realschule Löningen 27 Schülerinnen
und Schüler des College „La Bucaille“ aus dem nordfranzösischen Cherbourg zu Gast.
Als verantwortliche Lehrkraft ist einmal mehr Dominique André dabei, die von der begleitenden Lehrerin Hélène Thiébot unterstützt wird
Die Mädchen und Jungen aus der Normandie wohnen während des 10-tägigen Besuchs in den Familien von Realschülern der Klassen 8 und 9, die am Wahlpflichtkurs Französisch teilnehmen.
Der seit nunmehr 23 Jahren gepflegte Schüleraustausch begann mit der Begrüßung
durch Rektor Werner Nilles sowie einem Empfang im Rathaus, wo Bürgermeister Thomas Städtler die Gäste herzlich willkommen hieß und ihnen viel Freude bei ihrem Aufenthalt in Deutschland wünschte.
Betreut wird die französischen Gruppe hier von Realschullehrerin Thea Saalfeld, die von langer Hand und in bewährter Manier ein ebenso dicht gefülltes wie ausgewogenes Programm vorbereitete, das die Schülerinnen und Schüler aus dem Nachbarland zu markanten Punkten in der Region führt, um Land und Leute näher kennen zu lernen.
Besichtigt wurden bisher das Museumsdorf in Cloppenburg, die Hüvener Mühle und das Schloss Clemenswerth in Sögel. Auch die Stadt Osnabrück wurde auf einer Tagesfahrt bereits erkundet.

An der Realschule verfolgte man in kleinen Gruppen den Unterricht in verschiedenen Klassen und Fächern. Am gestrigen Freitag nahmen die jugendlichen Besucher aktiv und mit Begeisterung am Sport- und Spielefest der Schule teil.
Das kommende Wochenende werden alle in ihren Gastfamilien verbringen. An den letzten drei Tagen sind noch Besichtigungen der Firma Remmers Chemie sowie des Hofes Niehaus in Ehren geplant, wo sich zur Zeit alles um die Spargelernte dreht.
Abgerundet wird das Programm durch Tagesfahrten nach Bremen und Quakenbrück. Die Hasestadt soll dabei durch eine Stadtrallye erkundet werden, bevor es am Donnerstag, 29. Mai, wieder zurück nach Frankreich geht.

Frankreichfahrt 2008