Bericht in der MT am 25.02.2010:

„Alte Hasen“ gaben aufschlussreiche Infos und Tipps
Berufsforum der Löninger Realschule: Daniela Meyer interviewt für MT-Bericht Schüler und Ehemalige

Löningen (ro) Über ein nicht alltägliches Berufsforum, das jetzt an der St.- Ludgeri - Realschule stattfand, und bei allen Beteiligten auf sehr positive Resonanz stieß, schrieb die Böener Realschülerin Daniela Meyer, die später einmal „bei der Zeitung arbeiten“ möchte, einen Bericht für die MT:

„25 fast ausschließlich ehemalige Schüler der Realschule, die schon seit längerem im Berufsleben stehen, kamen für einen Abend in ihre alte Schule zurück, um vor kleineren Gruppen der sechs Klassen 9 und 10 und teilweise auch ihren Eltern über ihren Bildungsweg und ihre gemachte Erfahrungen zu erzählen und ihren Nachfolgern wertvolle Tipps zu geben.

Die Referenten stammten aus vielen Berufsbereichen und waren nach eigenen Aussagen gern der Einladung gefolgt, wobei einige auch eine weitere Anreise nicht gescheut hatten.

Die Lehrer des Faches Wirtschaft hatten alles so organisiert, dass später für jeden Schüler etwas dabei war.
Ein paar Tage vorher konnten wir entscheiden, über welche zwei Berufe wir gerne mehr erfahren möchten. Bei den Jungen waren es eher die Zweige Metallbau, EDV/Informatik, Mechatronik, Polizei oder Bundeswehr. Viele Mädchen hatten sich in die Listen bei einer Physiotherapeutin, Erzieherin, Heilpädagogin bzw. Laborantin eingetragen.
Im Verlauf der Veranstaltung, auf der auch die Bundesagentur für Arbeit mit einem Info-Stand vertreten war, hatte also jeder Schüler die Gelegenheit, sich für jeweils eine gute halbe Stunde zwei Berufen zu widmen. Immer wieder hörte ich von meinen Mitschülern großes Lob über die Freundlichkeit der Referenten und über die informationsreichen Vorträge. Vielen meiner Mitschüler hat die ganze Sache sehr geholfen:

Simone (15): ‚Mir hat das Berufsforum gut gefallen. Ich weiß zwar noch nicht genau, was ich mal machen will, aber wenigstens schon, in welchem Berufsbereich ich tätig sein möchte.’

Mtthias (15): ‚Ich dachte, ich wüsste schon alles über der Beruf der Lebensmittelfachkraft, den ich ergreifen will. Jetzt aber kamen noch wertvolle Informationen aus dem Betriebsalltag hinzu; so überraschte mich der Referent mit Aufgaben, die ich noch gar nicht kannte.’

Farina (16): ‚Ich wollte schon immer Erzieherin werden. Durch das Berufsforum bin ich mir meiner Sache noch sicherer.’

Milan (14): ‚Ich weiß jetzt, dass ich eines Tages zur Polizei möchte. Der Beruf interessiert mich sehr, da er abwechselungsreich ist und mich jeden Tag vor neue Herausforderungen stellt, die ich lösen muss.’

Viele von uns haben ihren Traumberuf schon entdeckt, andere gemerkt, welche Art von Beruf nicht so zu ihnen passt. Der Beruf der Krankenschwester war überraschenderweise weniger gefragt. Bei späterer Nachfrage habe ich erfahren, dass dieser Trend schon länger zu beobachten ist. Zu den Chancen, einen Ausbildungsplatz zu bekommen, erklärte mir die anwesende Krankenschwester, dass diese in ihrem Bereich zwar sehr gut stehen, doch später auch eine Stelle zu bekommen, sei ziemlich schwer. Die Aussichten als Chemielaborant/in scheinen in großen Firmen nicht so gut, doch in kleineren Firmen kann man mehr Glück haben. Im Gegensatz dazu sind die Möglichkeiten als Mediengestalter relativ gut.

Bei meinen Pausengesprächen mit den Referenten erfuhr ich außerdem, dass nicht immer nur Wissen und Können im Beruf entscheidend sind. Besonderer Wert wird überall auf Zuverlässigkeit, Beweglichkeit und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, gelegt.

Und Elektromeister und Firmeninhaber Hubert Willoh (Förderverein) hatte nach der Begrüßung der Ehemaligen durch Schulleiter Christoph Hesener gleich zu Beginn allen Schülern mit auf den Weg gegeben, bei der Berufswahl ‚nicht zuerst auf das Geld zu schauen. Interesse und Spaß an der Arbeit sind viel wichtiger, wenn der Arbeitstag acht Stunden hat und nicht nur einen Vormittag lang ist, wie in der Schule …’

Beim anschließenden Feedback wurde festgestellt, dass das Interesse und die Vorinformationen der Schüler zu den Berufen in den Gruppen sehr unterschiedlich gewesen seien. Kritisiert wurde die Tatsache, dass so wenig Eltern am Berufsforum teilgenommen hätten. Angeregt wurde, dass Schüler unterrichtfreie Zeiten besser nutzen sollten, um freiwillige Schnuppertage in Firmen zu verbringen. Viele hätten noch zu wenig echte Vorstellungen von der betrieblichen Realität. Das Angebot, mit kleinen Gruppen interessierter Schüler eine Betriebsbesichtigung zu machen, wurde von den Wirtschaftslehrern gern angenommen.

Für Fachleiter Rudolf Bögershausen, der an der Realschule seit 35 Jahren Betriebspraktika federführend organisiert und manche andere Berufsprojekte angestoßen hat, war es die letzte Veranstaltung dieser Art vor seiner Pensionierung. Gedankt wurde ihm mit einem Präsent und viel Beifall für sein langjähriges Engagement.“

Text: Daniela Meyer, Franz-Josef Rolfes
Fotos: Rudolf Bögershausen

Als „Reporterin“ unterwegs: Daniela Meyer beim Interview mit Martin Schiebe.
Der gelernte Tischler ist als Möbelrestaurateur in Bremen beschäftigt.
Friedhelm Verhage aus Huckelrieden ließ sich von interessierten Realschülern zum Beruf des Steuerfachangestellten befragen
25 ehemalige Realschüler/innen waren der Einladung zu einem Berufsforum an ihrer ehemaligen Schule gern gefolgt, um ihren Nachfolgern berufliche Ratschläge zu geben.
Julian, Neele (9a) und Klas (9c) (v.l.) lauschen interessiert den
Ausführungen von Martin Schiebe zur Restaurierung von Möbeln.
Industriekauffrau Martina Wendte und Erzieherin Ilona Möller beim anschließenden Feedback im Gespräch mit der Elternratsvorsitzenden Kira Homes(von rechts nach links)

Referenten

1. Mediengestalter Bernd Winkler, Richardstr. 6 Lg

2. Polizist
Heiner Kreßmann Polizeiinspektion
Herr Bregen Bahnhofstr. 62 49661 CLP

3. Physiotherapeut Jürgen Patock,Vehnweg Lg

4. Erzieherin/Heilerzieherin Ilona Möller, Raiffeisenstr. 2 Lg

5. Arzthelferin Anne-Doris Breher, Mecklenburger Str.13 Lg

6. Raumausstatter /Bauzeichner
Michael Rohen, Mühlenstraße 24 Lg
Ludger Baumann Alter Heerstr. 23 Benstrup

7. Krankenschwester Ulrike Stagge, Birkenweg 43 Lg

8. Metallbauer Heinz Willoh Merschweg 2 Lg

9. Mechatroniker Jan Triphaus Visbeker Str. 8 Lg

10. Werkzeugmechaniker Tobias Rauer Hohes Ufer Lg

11. Verwaltungsangestellter -(Stadt) Martin Schmitz Löningen

12.Verwaltungsangestellter (Landkreis) Frank Knuck Lastrup

13. Bankkauffrau Maria Münzebrock VOBA Löningen


14. Steuerfachangestellter Friedhelm Verhage, Hukelrieden Lg

15. Kfz- Mechtroniker Thomas Borchers, Copernikusstr.17 Lg

16. Dipl .Industriekaufrau/ Büro Martina Wendte, Mühlenweg 4 Benstrup

17. Lebensmitteltechnik Michael Grünloh, H. Stindt ( Schnefrost)

18. Labor /Chemie 2 Karina Garvels, Remmers Chemie

19. Heilpädagogin Anne Grever Tannenstr.1 49688 Lastrup

20. Bundeswehr / auch Zivilberufe Holger Flick Oldenburg
holgerflick@bundeswehr.org

21. EDV - Mike Wübbolt Am Rennplatz 22 49661 CLP

22. Tischler/Restaurateur Martin Schiebe Stader Str.41 28205 Bremen

23. Elektriker Stefan Abeln Marienstraße Löningen